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Weiteres Medienecho zum Anlass der CVP 60plus

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Der Bildungsvortrag der CVP  60+ im Gewölbekeller des Hof zu Wil stiess auf grosses Interesse.Dieser Beitrag und das Bild wurden ohne Abänderung übernommen von infowilplus.ch.
Der Verfasser des Artikels ist ERNST INAUEN. Direktlink zum Artikel: Hier klicken


 

Im Rahmen der Bildungsvortragsreihe der CVP 60+ beleuchtete die Sozialversicherungsfachfrau Stephanie John von der SVA St.Gallen das Thema „Wer bezahlt für die Pflege im Alter?“.

Das regionale Forum CVP 60+ griff erneut ein aktuelles Thema auf, das bei der älteren Generation auf grosses Interesse stiess. Mitorganisator Fredy Rüegg konnte im Gewölbekeller des Hof zu Wil über 150 Personen begrüssen, die sich von einer kompetenten Fachfrau über die Situation der Sozialversicherungen aufklären liessen. Er stellte die Referentin Stephanie John vor, die bei der Sozialversicherungsanstalt (SVA) St.Gallen in der Abteilung Ergänzungsleistungen für das Heimwesen zuständig ist. Leben im Alter sei ein topaktuelles Thema, das auch in den Medien immer wieder behandelt werde, stellte Fredy Rüegg fest. Ebenso interessiere, wie ein Aufenthalt in Alters- und Pflegeheimen finanziert werden kann.

Im Auftrag von Bund und Kanton
Die Referentin gab einleitend einen Überblick über die Aufgaben der SVA. „Die SVA begleitet Menschen durch das Leben, stellt sich in den Dienst der Öffentlichkeit und arbeitet kompetent und kostenbewusst“, laute ihr Auftrag. Der Bund und die Kantone seien zuständig für die Sozialversicherung. In den Gemeinden betreuen die AHV-Zweigstellen die lokalen Kunden. Mit ihrem informativen Vortrag verstand es Stephanie John auf gut verständliche Art, den aufmerksamen Zuhörenden einen allgemeinen Überblick über das komplexe Thema zu verschaffen. Während ihren Ausführungen und nach dem Referat beantwortete sie Fragen aus dem Publikum.

Aufgaben der Sozialversicherung
Die SVA ist zuständig für eine breite Palette von Dienstleistungen. In einer lebenslangen Beziehung regelt sie die Leistungen der Mutterschaftsentschädigung, der Familienzulagen, den Erwerbsersatz oder die individuellen Prämienverbilligungen. Auch die Ersatzleistungen bei der Invalidenversicherung und der AHV sowie Ergänzungsleistungen und die Pflegefinanzierung gehören in den Aufgabenbereich der rund 400 Mitarbeitenden im Kanton St.Gallen. Im Kanton seien rund 300‘000 Leistungs-Bezüger registriert und täglich träfen etwa 10‘000 Seiten Anträge und Meldungen bei der SVA ein, informierte sie.

Finanzierung der Pflegekosten
Stephanie John befasste sich speziell mit dem Thema Pflegekosten. Die Heimrechnung setze sich aus Positionen zusammen, für die verschiedene Kostenträger zuständig seien. So kämen die Pensionskosten (Zimmer, Essen, Nebenkosten), die Betreuung und der Selbstbehalt der Pflegekosten in den Bereich der Ersatzleistungen. Für die Pflegekosten nach KVG seien die Krankenkassen zuständig und für den Anteil der Gemeinden die Pflegefinanzierung. Anhand eines konkreten Berechnungsbeispiels erklärte die Referentin anschaulich den Finanzierungsablauf.

Berechnungsbeispiele
Im Kanton St.Gallen werde die Heimrechnung direkt an die BewohnerInnen geschickt. Die Pflegefinanzierung erfolge automatisch im Folgemonat. Ergänzungsleistungen würden monatlich im Voraus überwiesen. Der Anteil der Krankenkasse müsse bei der Kasse geltend gemacht werden. Die Pflegefinanzierung mit zwölf Pflegestufen gelte seit 2011 für den stationären Aufenthalt in kantonal anerkannten Heimen. Auch da zeigte die Referentin mit zwei Berechnungsbeispielen die Finanzierung auf. Formulare für eine Anmeldung seien bei der AHV-Zweigstelle oder über die Homepage der SVA erhältlich. Dort können alle Informationen und Formulare abgerufen werden.

Ergänzungsleistungen zur Existenzsicherung
Zu dem Thema Ergänzungsleistungen (EL) machte sie einige allgemeine Aussagen. Auf eine EL habe eine Person einen rechtlichen Anspruch, wenn die AHV / IV nicht genüge zur Existenzsicherung. Es sei eine jährliche Leistung, welche vorschüssig und monatlich ausbezahlt werde. Den anerkannten Ausgaben würden die anrechenbaren Einnahmen inklusive Vermögensverzehr gegenübergestellt. Ein Ausgabenüberschuss werde mit EL abgedeckt. Auch dazu führte sie einige Beispiele vor Augen. Für eine eigene Berechnung stehe auf der Homepage ein Rechner zur Verfügung. EL-Bezüger hätten eine Meldepflicht, wenn sich die persönlichen oder wirtschaftlichen Verhältnisse verändern.

Verwandtenunterstützung
Bezüglich Verwandtenunterstützung ging Stephanie John näher auf die Bedingungen ein. „Eltern, Grosseltern oder Kinder können zur Leistung von finanziellen Beiträgen verpflichtet werden, sofern deren wirtschaftlichen Verhältnissen es zulassen. Das Sozialamt klärt in jedem Fall die wirtschaftliche Situation der allenfalls unterstützungspflichtigen Verwandten ab“, zitierte sie die Regeln. Dazu erklärte sie die Grenzwerte und rechnete Beispiele vor. Beim Apéro nutzten verschiedene Besucher noch den persönlichen Kontakt.

 

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